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DIY Filamenttrockner selber bauen – Günstige Filament Dry Box für den 3D-Druck

Filamenttrockner selber bauen – Warum sich dieses DIY-Projekt lohnt

Jeder, der regelmäßig mit einem 3D-Drucker arbeitet, kennt das Problem: Nach einiger Zeit verschlechtert sich plötzlich die Druckqualität. Es entstehen Fäden zwischen den Druckteilen, kleine Blasen im Material oder eine raue Oberfläche. Häufig liegt die Ursache nicht am Drucker oder den Druckeinstellungen, sondern am Filament selbst.

Viele Filamente nehmen mit der Zeit Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf. Besonders PETG, TPU, Nylon oder ASA reagieren empfindlich auf Luftfeuchtigkeit. Doch auch PLA profitiert von einer Trocknung, wenn es längere Zeit offen gelagert wurde.

Fertige Filamenttrockner kosten schnell zwischen 40 und 100 Euro. Für viele Hobbyanwender lohnt sich diese Investition nicht unbedingt. Deshalb zeige ich in meinem aktuellen YouTube-Video, wie sich mit einfachen Mitteln ein leistungsfähiger DIY-Filamenttrockner bauen lässt.

Inhaltsverzeichnis

Das YouTube-Video zum Projekt

n meinem Video zeige ich den kompletten Aufbau des Filamenttrockners Schritt für Schritt.

Dabei erkläre ich unter anderem:

* den Aufbau der Holzkiste

* die Auswahl des Heizelements

* den Einbau des Lüfters

* die Temperaturüberwachung

* erste Funktionstests

👉 Das komplette Video findet ihr hier:

Warum Filament überhaupt getrocknet werden sollte

Viele Kunststoffe sind hygroskopisch. Das bedeutet, dass sie Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen.

Während des Druckens verdampft dieses Wasser im Hotend und führt häufig zu Problemen wie:

* Blasenbildung

* starkes Stringing

* schlechte Layerhaftung

* matte Oberflächen

* hörbares Knistern beim Drucken

* geringere Bauteilfestigkeit

Ein gut getrocknetes Filament sorgt dagegen für saubere Druckergebnisse und eine deutlich bessere Oberflächenqualität.

Aufbau meines DIY-Filamenttrockners

Bei diesem Projekt stand nicht die perfekte Optik im Vordergrund, sondern eine möglichst günstige und leicht nachzubauende Lösung.

Als Gehäuse dient eine selbstgebaute Holzkiste aus Reststücken einer OSB-Platte. Die Kiste bietet Platz für zwei Filamentrollen und kann später problemlos erweitert oder angepasst werden.

Die Wärme wird von einem 24-Volt-PTC-Heizelement erzeugt. Unterstützt wird dieses durch einen integrierten Lüfter, der die warme Luft gleichmäßig im Inneren verteilt. Dadurch entsteht eine wesentlich homogenere Temperatur als bei einer rein passiven Beheizung.

Die Steuerung übernimmt ein Controller mit angeschlossenem DHT22-Temperatur- und Feuchtigkeitssensor. Dadurch lassen sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit überwachen und später auch automatisch regeln.

Gerade diese modulare Bauweise macht das Projekt interessant, denn zukünftige Erweiterungen wie ein Display, WLAN oder eine automatische Temperaturregelung lassen sich problemlos integrieren.

Filamenttrockner selber bauen

Fazit

Mit wenigen Bauteilen lässt sich bereits ein leistungsfähiger Filamenttrockner bauen, der für viele Anwendungen vollkommen ausreicht.

Besonders wenn regelmäßig PETG, TPU oder andere feuchtigkeitsempfindliche Filamente verarbeitet werden, lohnt sich der Aufwand schnell.

Außerdem bietet ein Eigenbau den Vorteil, dass sich die Technik jederzeit erweitern und an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Falls euch das Projekt gefällt, schaut unbedingt auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Dort zeige ich den kompletten Aufbau Schritt für Schritt und teste den Filamenttrockner in der Praxis.

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