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Selfmade-PV Tagebuch – 1. Sicherheitsupdate und die ersten 2 Wochen 11.09.2022

Selfmade PV Tagebuch

Wie im letzten Tagebuch Beitrag schon erwähnt, muss dem Thema Sicherheit eindeutig mehr Beachtung gewidmet werden. Alles ohne Sicherungen? Ein berechtigter Einwand, der mit einer besseren Vorplanung gar nicht aufgekommen wäre. Wie das manchmal so ist, möchte man gerne einfach anfangen und denkt sich dann am Ende, dass es besser gewesen wäre besser vorbereitet gewesen zu sein. So wie es mir auch passiert ist.

Da bei meinem ersten Aufbau keine Sicherheitseinrichtungen verbaut waren, war dies die erste Umbaumaßnahme die direkt nach dem Aufbau der Anlage erfolgen musste. Gerade die maximale Leistung der Batterie zum Wechselrichter in Verbindung mit der 10 qmm Leitung birgt gewisse Gefahren mit sich. Danach konnte ich den Probebetrieb starten und in den ersten 2 Wochen die ersten Erfahrungen sammeln.

Inhalt

1. Sicherheitsupdate: Leitungen und Absicherung zur Batterie und Wechselrichter

Da durch den Wechslerichter im Normalbetrieb bis zu 83 Ampere, bzw. wenn man den Wirkungsgrad von 85% mit hinzurechnet sogar bis zu 100 Ampere, fließen können, liegt es auf der Hand, dass die Leitungen zu der Batterie und zum Wechselrichter mit 10qmm eindeutig zu niedrig dimensioniert sind. Wirft man einen Blick in die Fachbücher, dann sollte bei einem 10qmm maximal 50 Ampere durch die Leitung fließen. Es gibt also zwei Möglichkeiten um hier Sicherheit zu schaffen. Entweder verbaut man eine 50 Ampere Sicherung, dann kann die 10qmm Leitung verbaut bleiben, es wird aber auch die Leistungsfähigkeit des Wechselrichters limitiert.

Oder man erhöht den Leitungsquerschnitt (Für diesen Schritt habe ich mich entschieden). Zur Verfügung steht mir eine 25qmm Leitung. Diese kann mit maximal 80 Ampere belastet werden. Diesen Bemessungswert wird auch die Sicherung haben, die an der Batterie montiert wird. Eine Sicherung ist in jedem Fall zu installieren um das Energiepotential im Fehlerfall abschalten zu können und somit die Leitung vor einer Überlastung zu schützen. Auch wenn in meinem vorherigen Beitrag und in dem YouTube-Video drauf nicht konkret eingegangen wurde, rate ich davon ab eine solche Anlage ohne jegliche Absicherung zu betreiben. Daher erfolgte der Umbau auch sehr kurze Zeit nach dem Aufbau der Anlage. Wichtig: Es handelt sich bei der verbauten Sicherung um einen Leitungsschutz, der die Leitung zwischen Batterie und Wechselrichter im Fehlerfall schützen soll, der Geräteschutz ist sozusagen Bonus.

Dies ist auch die wichtigste Maßnahme, die ich jedem rate der ein solche Anlage nachbauen möchte. Da die Batterie das größte Energiepotential bietet und die Strecke zwischen Wechselrichter und Batterie am höchsten belastet ist in der gesamten Anlage, ist hier ein Absicherung der Leitung am Notwendigsten. Das größte Gefahrenpotential ist somit unter Kontrolle. Wie bereits im Newsletter angekündigt, werde ich auch weitere sinnvolle Maßnahmen prüfen. Zum Beispiel eine Absicherung im PV-Strang und des Ladereglers, da dort keine 25 qmm Leitung auf die Klemme passt (laut Datenblatt des EPEVER Tracer3210AN sind maximal 10 qmm möglich). Außerdem soll eine Möglichkeit zur Abschaltungen der beiden Spannungsebenen (PV und Batterie) eingebaut werden, damit zum Trennen nicht die Leitung abgeklemmt werden muss. Ebenso werde ich auch noch das Thema über mögliche Sicherheitsmaßnahmen auf der Wechselspannungsseite betrachten.

Die ersten zwei Wochen

Was in den ersten zwei Wochen definitiv mitgespielt hat, war das Wetter. Bis auf einen bewölkten Tag, gab es durchgehend nur Sonne. Wie im letzten Artikel beschrieben, habe ich vorerst nur die Kühltruhe angeschlossen um zu schauen ob die Kapazität überhaupt ausreicht um eine Nacht zu überbrücken. Rechnerisch sollte es ja klappen, hat es auch. Da morgens die Leerlaufspannung der Batterie immer noch über 25 Volt lag und im Laufe des Tages weniger als 1 kWh durch die PV aufgeladen wurde, habe ich recht schnell den erwähnten Kühlschrank mit angeschlossen. Wie schon zu erwarten war, hat der Wechselrichter keine Probleme mit der Leistung und den Anlaufströmen der beiden Geräte. Selbst wenn ein Gerät kühlt, kann das andere ohne Probleme anlaufen und ebenfalls kühlen.

Da beide Geräte ziemlich identische Leistungsangaben haben, habe ich die Stromaufnahme während der Kühlphase gemessen. Kühlt ein Gerät fließen am DC Eingang des Wechselrichters 5 – 6 Ampere. Tagsüber wenn die Sonne scheint kann also die Versorgung sogar über die PV abgedeckt werden und zusätzlich die Batterie geladen werden. Nach dem Anschluss des zweiten Gerätes, ist der gemessene Tagesertrag auch deutlich angestiegen auf um die 1,3 kWh. Das deckt sich also mit der Rechnung beziehungsweise der Verbrauchsmessung der beiden Geräte (1 kWh/Tag + 85% Wirkungsgrad).

Zusammenfassung

Anlage läuft wie erwartet gut und ich freue mich auf das Experimentieren und Erweitern. Wenn die Sonne mitspielt, dann spare ich mit der Anlage im Monat mindestens 30 kWh. Die interessante Zeit des Jahres kommt jetzt aber erst. Bin gespannt wie sich das Ladeverhalten entwickelt wenn die Tage kürzer und unter Umständen auch lichtärmer werden. Rein theoretisch würden am Tag knapp 2 Stunden volle Sonne ausreichen um genug Energie zu speichern und die restliche Zeit des Tages zu überbrücken. Ich werde dich auf alle Fälle auf dem laufenden halten. Wenn du nichts verpassen willst, melde dich gerne zu meinem Newsletter an. Dort erfährst du in regelmäßigen Updates den aktuellen Stand.

Auch hierzu gibt es wieder ein passendes Youtube Video auf meinem Kanal:

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