Links die mit dem Einkaufskorb-Symbol versehen sind, verweisen auf  die Webseiten meiner Partner eBay und Amazon. Weitere Infos!

Selfmade PV Tagebuch – Der Aufbau 28.08.2022

Selfmade PV Tagebuch

Endlich kann es an den Aufbau gehen. Alle notwendigen Teile sind vorhanden und ich kann endlich starten. Neben den Bauteilen die ich dir im letzten Beitrag gezeigt habe, sind noch diverse MC4 Adapter für die PV-Module gekommen und ein wenig Verbrauchsmaterial wie Kabel, Aderendhülsen usw. Ich fange am Besten mit dem Aufbauschema an, um dir erstmal einen Überblick über den Anschluss der einzelnen Komponenten zu geben.

Der Aufbau

Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte, wirf erstmal einen Block auf das Schema:

Der grundlegende Aufbau ist recht einfach. Zur Stromerzeugung nutze ich meine beiden 405 Watt PV-Module, die ich parallel verschaltet habe. Dies musste sein, da ich sonst die maximal zulässigen 100 Volt am PV-Eingang des EPEVER Ladereglers überschritten hätte. Außerdem macht sich bei dieser Schaltung ein Schatten auf einem der Module nicht so strak bemerkbar. Man büßt nur die halbe Leistung ein, während das zweite Modul noch volle Leistung bringen kann. Aktuell sind die beiden Module auf einem Rollgestell montiert, sodass sie bei Bedarf verschoben werden können. Es wird aber noch der Bau eines Gestells folgen, womit ich die Beiden auch etwas Höher positionieren kann.

Der erzeugte Strom geht nun über zwei Einzeladerleitungen, die ich bereits mit MC4-Steckern vor konfektioniert gekauft habe, ins Haus rein und wird dort direkt auf die vorgesehene Klemme gelegt. Daneben befinden sich die Klemmen für den Batterie Plus und Minus. Die Batterie habe ich vorerst mit einer 10mm2 Kupferleitung, wie man sie auch beim Aufbau von Unterverteilungen benutzt, verbunden.

Der Plus der ersten Batterie und der Minus der zweiten Batterie sind auf die Klemme geführt. Damit ein 24 Volt System entsteht, wird der Minus der ersten Batterie mit dem Plus der zweiten Batterie verbunden. Die Brücke sollte dabei so kurz wie nur möglich sein um den Spannungsfall in diesem Übergangsstück so gering wie möglich zu halten. Ob die 10mm2 ausreichen oder zu klein dimensioniert sind, dass werde ich noch herausfinden müssen. Hintergedanke von mir ist die Leistung des Wechselrichters. Mit seinen 2000 Watt Leistung benötigt er mindestens 83 Ampere (2000W : 24V = 83,33A) in seiner Spitze von 4000 Watt sogar kurzzeitig 166 Ampere. Ein 10mm2 sollte laut Strombelastbarkeitstabelle mit 50 Ampere maximal belastet werden. Für die ersten Versuche und den Ladevorgang mit 30 Ampere reicht es aber definitiv aus.

Die wichtigsten Anschlüsse sind somit vorhanden und es können die weiteren Komponenten montiert werden. Als nächstes folgt der Laderegler. Bei diesem Gerät ist es ganz wichtig, dass zuerst die Batterie angeschlossen wird. Der Laderegler holt sich über die Batterie seinen Versorgungsspannung. Würde man zuerst die PV anschließen, könnte der Regler Schaden nehmen. Daher erst die Batterie dann die PV und beim Abklemmen umgekehrt. Nachdem die Anschlüsse verbunden sind, kann man auch gleich am Laderegler die Werte des Systems ablesen. An dieser Stelle macht es Sinn den Regler mit Daten zu füttern, damit er die Batterie angemessen laden kann. Also alle Einstellungen eingegeben und die Batterie erstmal laden.

Nach ca. 1 Stunde habe ich dann den Wechselrichter montiert. Beim Anschließen muss die 24 Volt Seite getrennt werden, daher muss beim Regler zuerst die PV abgeklemmt werden. Danach kann an der 24 Volt Seite gearbeitet werden und der Wechselrichter mit angeschlossen werden. Ist das erledigt, wird die PV wieder an den Laderegler angeschlossen. So ist das System bereits Funktionsfähig und Betriebsbereit.

Die ersten Geräte

Wie bereits angekündigt möchte ich im ersten Abschnitt des Projektes mindestens eine Kühltruhe und, wenn es die Leistung zulässt, noch einen Kühlschrank betreiben. Ich habe die beiden Geräte vorher mittels einer Fritz! DECT Steckdose gemessen. Am Tag verbrauchen beide Geräte zusammen ca. 1 kWh +-. Der Verbrauch verteilt sich ziemlich gleichmäßig über den Tag. Also schätze ich den Verbrauch über Nacht auf ca. 0,5 kWh bzw. 0,7 kWh wenn ich den Wirkungsgrad des Wechselrichter mit einbeziehe. Bei einer vollgeladenen Batterie und einer Kapazitätsnutzung von 50 Ah macht das bei 24 Volt einen Energiegehalt von 1,2 kWh. Rein rechnerisch würde ich 24 Stunden ohne eine Ladung der Batterie kommen. Ich versuche es erstmal nur mit der Kühltruhe.

Der Anlauf des Kühlkompressors bereitet dem Wechselrichter keine Schwierigkeiten, daher gehe ich davon aus das er ausreichend dimensioniert ist. Probleme hätten die Anlaufströme der Kompressoren bereiten können, wenn der Wechselrichter zu klein ausgelegt ist. Da mein Plan ist neben der Kühltruhe auch einen Kühlschrank zu betreiben, sind die 2000 Watt bzw. 4000 Watt kurzeitig als Spitze ok. Ich lasse die Anlage jetzt erstmal laufen, sich im Laufe der Tage aufladen und entladen und die Nächte hoffentlich ohne Ausfälle überstehen.

Auf jeden Fall werde ich mich zusätzlich in den nächsten Tagen um das Thema Sicherheit kümmern. Die ist mir im aktuellen Bauabschnitt eindeutig zu kurz gekommenen es Bedarf einer Nachbesserung.

Wie in meinem Newsletter bereits angekündigt, habe ich zu diesem Beitrag auch ein Youtube Video erstellt. Wenn du mehr interessante Beitrage nicht verpassen willst, dann klick bei Youtube auf den Abo Button oder trage dich für den Newsletter ein.

Stay Connected

More Updates

Ready2plugin – Was steckt hinter dem Hype?

Seit einiger Zeit kursiert im Netz und in den sozialen Medien ein Hype um ein System, dass es einem ermöglichen soll mittels Steckersolargeräten (Balkonkraftwerk) bis

Balkonkraftwerk Warum nur 600 Watt? (Teil 2)

Gefährliche Szenarien und technische Lösungen Balkonkraftwerke findest du bei eBay Das Aufgrund rechtlicher Anforderungen die Leistung für steckerfertige Erzeugungsanlage auf 600 Watt limitiert ist und