Wer zum Beispiel seine PV-Anlage in Eigenleistung planen und montieren möchte, stößt bei der Leitungswahl schnell auf zwei Bezeichnungen. Die eine ist jedem Elektriker ein Begriff. Die andere eher weniger da es sich um eine Sonderleitung handelt. Die rede ist vom H07V-K und NSGAFÖU.
Was sind die Unterschiede der beiden Leitungsarten? Was macht das NSGAFÖU so besonders? Und warum ist diese Leitung für den Bau in PV-Anlagen so interessant?
Inhaltsverzeichnis
Hinweis (Disclaimer)
Die in meinen Beiträgen gezeigten Inhalte dienen ausschließlich zu Informations- und Unterhaltungszwecken. Es liegt in der Verantwortung der Leser, jegliche Nachbauten, die auf meinen Inhalten basieren, auf eigene Gefahr durchzuführen
Vergleichstabelle
H07V-K | NSGAFÖU | |
Optisch | Dünner Außenmantel, einlagig | Dickerer Außenmantel + zusätzliche innenliegende Isolierung |
Material | PVC – Polyvinylchlorid Kupfer | Innere Isolierhülle aus Gummi und der Außenmantel aus Polychloropren Kupfer, verzinnt |
Eigenschaften | Schwer entflammbar, bedingt beständig gegen Öle und Fette, beständig gegen einige Säuren und Laugen | Flammwidrig (feuerfest, nicht brennbar), beständig gegen Öle und Fette |
Temperatur (zul. Leitertemperatur) | 70°C | 90°C |
Nennspannung | 750V | 3kV |
Strombelastbarkeit (10qmm) | 73A | 98A, Kurzschlussstrom 1,22kA |
Preis /m (10qmm) | Ca. 3 € | Ca. 4€ |
Wo kann es eingesetzt werden?
Wo in einer PV-Anlage ergibt der Einsatz des NSGAFÖU am meisten Sinn?
Hier sind zum Beispiel die Batteriespeicher zu betrachten. Aufgrund der niedrigeren Spannungen können sehr höhe Ströme auch im Kurzschlussfall entstehen. Und hier zeigt das NSGAFÖU seine Stärke. Zum einen kann bei gleichem Querschnitt ein höherer Nennstrom genutzt werden (im Vergleich zum H07V-K zu einem moderaten Aufpreis) und im Kurzschlussfall ist diese Leitung widerstandsfähiger als sein Vergleichspartner.
Das NSGAFÖU ist daher für den Bau einer PV-Anlage durchaus interessant.

